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„Klimaneutralität durch Klimakompensation – (wie) kann das gelingen?”

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„Klimaneutralität durch Klimakompensation – (wie) kann das gelingen?”

Münsteraner Klimagespräche

Das kommende Münsteraner Klimagespräch „Klimaneutralität durch Klimakompensation – (wie) kann das gelingen?“ am Donnerstag, 17. Juni, 19.30 Uhr per Online-Konferenz mit ZOOM stellt die Frage nach der Wirksamkeit von Projekten in anderen Teilen der Erde, um hier erzeugte CO2-Emissionen auszugleichen. Klimakompensation findet bereits in allen Lebensbereichen breite Anwendung. Vom DHL-Paket bis zur Gesichtsmaske spielt sie eine wesentliche Rolle im Alltagsleben, nicht nur beim (Luxus-) Produkt Fliegen. Klimaneutralität als Ziel aller Klimaschutzbemühungen ist inzwischen fest etabliert. Gleichzeitig werden die Zweifel lauter, ob es wirklich zu schaffen ist, bundesweit bis 2045 oder sogar – wie in Münster – bis 2030 die Treibhausgasemissionen auf Null herunterzufahren, ohne dabei die wirtschaftlichen Aktivitäten oder den eigenen Konsum einzuschränken. Es existiert mittlerweile eine große Bandbreite an Konzepten, durch Investitionen in anderen Ländern CO2-Emissionen einzusparen oder etwa durch Aufforstungsprogramme CO2 zu binden und sich das in der Bilanz als Reduktionsleistung anerkennen zu lassen.

Auch die Stadtwerke Münster bieten eine Reihe von Möglichkeiten wie ein Waldschutz-Projekt in Brasilien, hocheffiziente Kochöfen in Kenia oder ein Windpark-Projekt in Taiwan an. Für die private CO2-Bilanz beim Reisen geben verschiedene Einrichtungen wie beispielsweise „atmosfair“ oder die „Klimakollekte“ die Möglichkeit, durch Zahlungen für solche Kompensationsprojekte die eigene, persönliche CO2-Bilanz zu verbessern. Regelmäßig wird der Einwand laut, dabei handele es sich nur um eine Art „Ablasshandel“, der auch bei einem verschwenderischen Lebensstil ein gutes Gewissen verschaffen soll.

Darüber wollen wir ins Gespräch kommen mit

  • Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster für den Bereich Energie und weiteren Mitarbeitern der Stadtwerke,
  • Professor Dr. Andreas Löschel, Wirtschaftswissenschaftler der WWU Münster, der sich im Schwerpunkt mit der Ökonomie der Energiewende befasst. Löschel ist Vorsitzender der Experten-Kommission “Energie der Zukunft” und nimmt auf wissenschaftlicher Basis zu den jeweiligen Monitoring-Berichten der Bundesregierung Stellung, zuletzt im Februar 2021.

Die Moderation hat Prof. Dr. Tillmann Buttschardt vom Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (ZIN).

Das ZIN organisiert zusammen mit dem Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Münster, dem Umweltforum Münster, dem Evangelisches Forum, der Volkshochschule Münster und der Klimainitiative Münster die Münsteraner Klimagespräche.

Der Einwahl-Link für das Zoom-Meeting (Meeting-ID: 988 8920 8201) ist https://wwu.zoom.us/j/98889208201.

Eine Anmeldung ist also nicht erforderlich. Wer aber gerne eine Erinnerungsmail  mit dem Einwahllink 24 Stunden vorher erhalten möchte, kann sich bei Michael Tillmann unter m-tillmann[ät]muenster.de melden.