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	<title>Klima &#8211; Münster Klima Info</title>
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	<title>Klima &#8211; Münster Klima Info</title>
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		<title>Die KlimaCouch &#8211; Presseartikel</title>
		<link>https://muenster-klima.info/2025/08/18/die-klimacouch-presseartikel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2025 18:20:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hier finden Sie den Artikel zur Befragung der OB-Kandidat*innen auf der KlimaCouch am 13.08.2025 Spitzenkandidat*innen stellen sich den Fragen der Umweltbewegung Fast alle Parteien bekennen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Hier finden Sie den Artikel zur Befragung der OB-Kandidat*innen auf der KlimaCouch am 13.08.2025</p>



<p class="has-large-font-size wp-block-paragraph">Spitzenkandidat*innen stellen sich den Fragen der Umweltbewegung</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Fast alle Parteien bekennen sich zur Klimaneutralität 2030, doch niemand wagt ausreichende Maßnahmen – Wir werden sie an ihren Taten messen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wetter ist nicht gleich Klima, aber wenn es um 18:00 Uhr abends noch 33 Grad im Schatten ist, wird es<br>schwer zu leugnen, dass die globale Erderhitzung einen Anteil daran hat. Das wollte auch niemand der<br>sechs Diskussionsteilnehmer*innen, die am Mittwoch, 13.08.2025, auf der Klimacouch vor dem<br>Rathaus saßen. Sie alle stellten sich den Fragen von Vertreter*innen der Klimabewegung und<br>diskutierten freundlich miteinander. Vielleicht sogar ein wenig zu freundlich. Denn die Fragen, die auf<br>den Tisch kamen, waren durchaus brisant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teresa Häuser (KlimaEntscheid/NABU) wollte wissen: „Wie wollen Sie die Treibhausgasemissionen in<br>Münster so senken, dass die Klimaneutralität 2030 erreicht und damit der Ratsbeschluss aus dem Jahr<br>2020 umgesetzt wird?“<br>Georg Heinrich (VCD) fragte: „Wie wollen Sie sicherstellen, dass alle Teilnehmer*innen gleich-<br>berechtigt am Straßenverkehr teilnehmen – also so, dass Autos nicht gegenüber Fahrrädern und<br>Fußgängern bevorzugt werden?“<br>Um die zeitnahe Dekarbonisierung des Energiesektors ging es Harald Nölle (Energiewende-Bündnis).<br>Und zuletzt sprach Anuschka Tecker vom NABU das heikle Thema „Flächennutzung“ an: Angesichts der<br>Krise von Klima und Biodiversität müssten eigentlich möglichst viele Flächen naturnah erhalten<br>bleiben. Doch Münster wächst, und das bedeutet: Versiegelung, Verlust von Lebensraum für Pflanzen<br>und Tiere.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Katharina Martinewski (Die Linke): “Man kann auch über einem Supermarkt wohnen.”</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">ÖDP-Kandidat Franz Pohlmann wurde dazu deutlich: „Wir haben kein Problem mit Wohnraum,<br>sondern mit Wohnungen“, sagte er. Schließlich bewohne derzeit eine Person in Münster rund 50<br>Quadratmeter, Menschen über 60 Jahren sogar 100. Etwas mehr Bescheidenheit könnte Münsters<br>Wohnungskrise also lösen, ohne dass auch nur ein Quadratmeter mehr versiegelt würde. Doch auch<br>Pohlmann hatte keine Idee, wie man ausreichend Bürger zum Umzug in kleinere Wohnungen bewegen<br>kann.<br>Da waren die Lösungen der Linken pragmatischer: Dr. Katharina Martinewski schlug vor, Gebäude<br>aufzustocken. “Man kann auch über einem Supermarkt wohnen.” Sie räumte allerdings ein: „Das<br>Thema ist komplex und muss zwischen allen Beteiligten verhandelt werden.“<br>Auch Maren Berkenheide (Volt) sprach sich dafür aus, Häuser aufzustocken. Grüne, SPD und CDU<br>blieben in dieser Frage uneindeutig.<br>Katharina Martinewski (Die Linke) verstand es, Beziehungen zwischen den aktuellen Krisen<br>herzustellen. Der Kapitalismus fordere grenzenloses Wachstum, das bei begrenzten natürlichen<br>Ressourcen schlicht unmöglich sei. Man müsse also umdenken. Dazu machte sie konkrete Beispiele:<br>So soll der ÖPNV ausgebaut und kostenfrei gemacht werden, um möglichst vielen komfortable<br>Mobilität ohne Auto zu ermöglichen. Landwirtschaftliche Flächen sollten langfristig verpachtetwerden, um ökologische Nutzung zu ermöglichen – statt, wie jetzt, nur kurzfristig, um gegebenenfalls<br>zu Bauland zu werden. Hier war sie sich einig mit <strong>Maren Berkenheide von VOLT.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Franz Pohlmann (ÖDP): „Es braucht einen Mentalitätswechsel!“</strong><br>Im Vergleich zu ihrem Mitbewerber Franz Pohlmann (ÖDP) sind Martinewski und Berkenheide erst seit<br>Kurzem in der Kommunalpolitik. Pohlmann beobachtet die Klimapolitik als Ratsherr seit mehr als 20<br>Jahren &#8211; und zeigte sich einigermaßen verzweifelt angesichts dessen, was SPD, CDU und Grüne in<br>dieser Zeit beschlossen hatten. Freundlich aber bestimmt stellte er fest: Verkehr, Energie und<br>Landwirtschaft seien die drei Stellschrauben, an denen man ansetzen müsse, um die Stadt<br>klimaneutral zu machen. Beispiele gefällig? &#8211; Jahrzehntelang habe man den Verkehr nur aufs Auto<br>ausgerichtet und Schienen zurückgebaut. Der gesamte öffentliche Raum sei ungerecht verteilt &#8211;<br>Fußgänger, Radfahrer und Busse hätten das Nachsehen. Das zu ändern sei jedoch extrem schwierig,<br>denn das Auto habe sich “im Kleinhirn festgesetzt”, so Pohlmann. Es brauche einen<br>Mentalitätswechsel. Der langjährige Kommunalpolitiker ließ keinen Zweifel: Wir müssen diese<br>Debatten führen. Denn die Klimakrise ist einerseits zwar eine existenzielle Bedrohung, andererseits<br>aber auch nur Physik. Sie lässt nicht mit sich verhandeln: „Das ist wie bei einem Glas Wasser. Wenn Sie<br>das umdrehen, fließt das Wasser raus.“ Statt also weiter zuzusehen und – um im Bild zu bleiben –<br>nasse Füße zu riskieren, müsse man handeln. Bürgerräte sollen helfen, die zu erwartenden<br>Interessenkonflikte zu moderieren und die Menschen in schwierige Entscheidungen einzubinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tilman Fuchs (Grüne): “Alle in die Pflicht nehmen!”</strong><br>Hier war er sich übrigens nicht nur mit Katharina Martinewski, sondern auch mit Tilman Fuchs von den<br>Grünen einig. Letzterer forderte darüber hinaus vor allem: “Alle Bürger, Unternehmen und alle<br>Bereiche der Verwaltung müssen gleichermaßen in die Pflicht genommen werden” &#8211; ein Appell, ebenso<br>markig wie diffus. Zwar meinte Fuchs, Ziele gelte es so weit herunterzubrechen, dass Folgendes ganz<br>klar werde: “Wie viele Kilometer Radweg wollen wir in den nächsten Jahren erreichen? Wie viele PV-<br>Anlagen wollen wir auf städtischen Gebäuden installieren? Wie viel energetische Sanierung wollen wir<br>ermöglichen?” Leider hinterlegte er aber keine dieser Punkte mit konkreten Zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stephan Brinktrine (SPD): „In den vergangenen Jahren ist zu wenig passiert!“</strong><br>SPD-Kandidat Stefan Brinktrine gab selbstkritisch zu, dass in den vergangenen Jahren zu wenig passiert<br>sei, um Treibhausgase zu reduzieren und bezog Partei für die Radfahrer*innen. Wohl auch, um seine<br>Erfahrung als Bezirksbürgermeister zu betonen, führte er ein Beispiel aus Münsters Westen an. So<br>müssten Radler*innen auf die Gegenfahrbahn wechseln, wenn sie in das neue Quartier an den Oxford-<br>Kasernen abbiegen wollen. Man habe die Radfahrspur schlicht vergessen. Er habe das Problem im Rat<br>angesprochen, sich aber nicht durchsetzen können. Dieses Beispiel sollte seine einzige Kritik an der<br>Zusammenarbeit im Rat bleiben. Brinktrine gab sich sonst sehr kollegial – wie alle Politiker*innen auf<br>dem Podium. Zwischen den Zeilen dieses freundlichen Dialogs wurde jedoch deutlich: <strong><em>Keiner der<br>eingeladenen Kandidatinnen und Kandidaten ist bereit, die weitreichenden Maßnahmen<br>voranzutreiben, die es braucht, um Klimaneutralität in Münster zu realisieren.</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Georg Lunemann (CDU): „Niemanden überfordern und die Wirtschaft mitnehmen!“</strong><br>Dennoch unterschied sich Georg Lunemann (CDU) grundsätzlich von allen anderen Kandidat*innen:<br>Während sich die anderen fünf zum Ziel “Klimaneutralität 2030” bekannten, wollte Lunemann diesen<br>Termin “nicht festnageln”. CO² müsse vor allem durch Innovation reduziert werden, nicht durch<br>Verbote oder gar Verzicht. Niemand dürfe überfordert werden. Das heißt auch: Man darf quasi nichts<br>zugunsten einer klimafreundlicheren Stadt regulieren &#8211; weder den Autoverkehr noch die<br>platzraubende Bauweise oder den Flughafen Münster-Osnabrück. Alles ist verhandelbar.<br>Das Wetter an diesem Tag zeigte sich übrigens wenig verhandlungsbereit &#8211; auch um 19:00 Uhr waren<br>es noch über 30 Grad.</p>
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		<title>Hitzeaktionstag: Die Stadt muss handeln</title>
		<link>https://muenster-klima.info/2025/05/27/hitzeaktionstag-die-stadt-muss-handeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2025 12:17:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaentscheid]]></category>
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					<description><![CDATA[Uns steht ein heißer Sommer bevor. Wie auch der Klimaentscheid Münster fordern wir deshalb von der Stadt Münster Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung: Der Klimawandel [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Uns steht ein heißer Sommer bevor.</strong> <strong>Wie auch der Klimaentscheid Münster</strong> <strong>fordern wir deshalb von der Stadt Münster Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung:</strong></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der Klimawandel ist sichtbar geworden &#8211; schon am ersten Mai wurden jüngst 28°C statt der früher durchschnittlichen 16°C erreicht. Maßnahmen zum Hitzeschutz gewinnen somit rasant an Bedeutung (1).<br>Die Stadt hat &#8211; von der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbemerkt &#8211; einen Hitzeaktionsplan herausgegeben. Die dort angekündigten Schritte sollen oft erst im Laufe der Zeit umgesetzt werden. Das reicht für einen umfassenden Bevölkerungsschutz<em> </em>nicht. Deshalb fordern wir diese Sofortmaßnahmen:</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">1. Verteilung  mehrsprachiger Flyer mit Hinweisen zum Umgang mit Hitze und den<br>bestehenden Angeboten in der Stadt an alle Haushalte.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">2. Eine stadtweite, auffällige Werbung für die Refillstationen und die kurzfristige Installierung von Trinkwasserspendern an besonders belebten und hitzegefährdeten Orten im Stadtgebiet</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">3. Einen aktiven Schutz vor Hitze auf den öffentlichen Kinderspielplätzen und den Schulhöfen<em>&#8211; </em>zeitnah in Form von Sonnensegeln, parallel für die kommenden Jahre in Form von Baumpflanzungen &#8211; und die Installierung von Wasservernebelungsanlagen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">4. Aufstellen zusätzlicher Ruhebänke an verschatteten Plätzen und Straßen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">5. Die Einrichtung und Öffnung von gekühlten Schutzräumen über die Stadt verteilt und vor allem in der Innenstadt</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">6. Lange Hitzewellen mit tropischen Nachttemperaturen, die zunehmend auftreten werden, belasten nachweislich auch psychisch. So steigt beispielsweise in Hitzewellen das Suizidrisiko an <em>(2).</em> Deshalb fordern wir eine Hitze-HotLine und einen Beratungsnotdienst für Betroffene, um einer Häufung psychischer Krisen und Notlagen vorzubeugen.</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-d75489be wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img decoding="async" src="https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2025/05/Hitzeaktion-Muenster-1024x1024.jpg" alt="" class="uag-image-5409" width="1024" height="1024" title="Hitzeaktion Münster" loading="lazy" role="img" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Siehe auch: <a href="https://muenster-klima.info/2025/05/01/forderungen-des-buendnisses-klimaentscheid-muenster-zur-kommunalwahl-2025/">https://muenster-klima.info/2025/05/01/forderungen-des-buendnisses-klimaentscheid-muenster-zur-kommunalwahl-2025/</a></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Quellen: <br>1.Winklmayr C, Matthies-Wiesler F, Muthers S, Buchien S, Kuch B et al. (2023) Hitze in Deutschland: Gesundheitsrisiken und Präventionsmaßnahmen. J Health Monit 8(54): 3-34-DOI 10.25646/11645<br> 2. Gebhardt N, van Bronswijk K, Bunz M, Müller T, Niessen Pet al. (2023) Scoping Review zu Klimawandel und psychischer Gesundheit in Deutschland &#8211; Direkte und indirekte Auswirkungen, vulnerable Gruppen, Resilienzfaktoren. J Health Monit 8(54): 132-161. DOI 10.25646/11650</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Anpacken statt nur zu hoffen</title>
		<link>https://muenster-klima.info/2024/12/17/anpacken-statt-nur-zu-hoffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2024 19:45:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob Protest, Filme oder investigative Recherchen &#8211; es gibt ganz unterschiedliche Wege, sich in der Klimakrise zu engagieren. Ein Text von der Website-Gruppe muenster-klima.info “Die [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ob Protest, Filme oder investigative Recherchen &#8211; es gibt ganz unterschiedliche Wege, sich in der Klimakrise zu engagieren</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein Text von der Website-Gruppe</em> <em>muenster-klima.info</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">“Die Zukunft war früher auch besser” &#8211; Dieser Spruch von Karl Valentin gilt insbesondere für die Klimabewegung: Ein Extremwetter jagt das nächste, trotzdem haben Klimawandel-Leugner weltweit&nbsp; Konjunktur und &#8211; um im Lokalen zu bleiben &#8211; der jüngste weltweite Klimastreik war in Münster quasi nicht existent. Was also tun? Augen zu und durch? Zum Glück gibt es bessere Ideen. In Münster wurden in den vergangenen Monaten gleich mehrere davon vorgestellt: Carla Reemtsma von <em>Fridays for Future</em> sprach über Hoffnung in Zeiten der Krise. Die Organisation <em>urgewald e.V.</em> begab sich im ausverkauften Cinema filmisch auf die &#8222;Spuren des Geldes&#8220;, das die Klimakatastrophe finanziert.  Und Markus Mauthe, Fotograf im Auftrag von <em>Greenpeace</em>, zeigte Orte, an denen man die Kipp-Punkte des Klimawandels schon jetzt empfindlich spürt. Alle drei Termine fanden großes Echo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Carla Reemtsma hatte wohl auch wegen ihres prominenten Namens mehr als 120 Besucher*innen in die Aula der Uni Münster gelockt. Die hörten einen (zu) weitschweifigen Vortrag, in dem Reemtsma die Grundlagen der Klimakrise referierte und die glorreichen Zeiten von <em>Fridays for Future</em> heraufbeschwor. Beides war unterhaltsam anzuhören, aber nicht neu. Spannender waren Reemtsmas Thesen zur Hoffnung, denn hier rüttelte sie an drei grundlegenden Annahmen: Ich habe Hoffnung. Hoffnung kommt von außen sowie: Man hat Hoffnung oder eben nicht. Alle drei Sätze seien falsch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielmehr sei Hoffnung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Man braucht sie, um nicht in Zynismus, Apathie, Leugnung oder Ignoranz zu verfallen. Wer zuversichtlich ist, der oder dem sei nicht alles egal. Sie oder er mache trotzdem weiter, erläuterte Reemtsma. Das mochte stimmen. Doch eine Bedienungsanleitung zum Umgang mit Krisen war es nicht gerade. Leider entwarf die Pressesprecherin keine konkrete Vision für die Zukunft, sondern blickte auf vergangene erfolgreiche Zeiten. Reemtsma hat miterlebt, wie 1,4 Millionen Menschen im September 2019 auf die Straße gingen, aber eben auch, wie sie mit ihren Forderungen an der politischen Realität scheiterten. “Es gab 2021 einen Klimakonsens. Aber jetzt kann man mit Politik gegen den Klimaschutz wieder Stimmung machen.” Die Notwendigkeit könnte wieder in Frage gestellt werden. “Da waren wir schon einmal weiter”. Trotzdem hätten <em>Fridays for Future </em>einen Prozess angestoßen. Viele Mitglieder engagierten sich nun in politischen Initiativen auf nationaler und internationaler Ebene, die zeigten: “Wir können es wahrscheinlicher machen, in einer 1,5-Grad-Welt zu leben.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum das dringend notwendig ist und, was jetzt schon auf dem Spiel steht, zeigten die Bilder von Fotograf Markus Mauthe. Er hatte im Auftrag von <em>Greenpeace </em>Orte bereist, an denen Kipp-Punkte sichtbar werden &#8211; darunter der Regenwald in Brasilien, die Korallenriffe in Australien oder die Gletscher in Grönland. Seine Bilder und Videoaufnahmen zeigten atemberaubende Naturgewalten. Doch es geht ihm nicht nur um Umwelt-, sondern auch um Menschenschutz. Irgendeine Umwelt wird es auch nach dem Klimakollaps geben. Doch die Menschen, die schon jetzt täglich mit den Folgen der gobalen Erwärunung konfrontiert werden, können dort nicht überleben. Sie werden schon jetzt zu „Klimaflüchtlingen“. Hinter dem unpersönlichen Begriff verbergen sich Menschen wie du und ich, die aufgrund des Klimawandels schon jetzt ihre gewohnte Umgebung verlieren und in anderen Ländern Schutz suchen. Ihre Zahl steigt sprunghaft, je näher wir den Kipp-Punkten kommen. Wollen wir unseren Planten und damit die Menschheit vor katastrophalen Folgen bewahren, müssen wir sofort Grundlegendes verändern. Das heißt aber auch: Die wohlklingenden Ziele, die sich Deutschland und andere Staaten bis 2045 gesetzt haben, sind nicht ansatzweise ambitioniert genug. Doch was könnten wir alle konkret tun?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diese Frage gab <em>urgewald</em> einige inspirierende Antworten. Die Organisation wandelt “auf den Spuren des Geldes” und zeigte im gleichnamigen Film, wie effizient Gruppen sein können, wenn sie sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Unter dem Motto “Follow the Money” deckt das Team von <em>urgewald</em> auf, wer Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen auf welchem Weg (mit)finanziert. Die Aktivist*innen machen Druck auf Investoren, Banken und die Politik, Geldströme auszutrocknen und Projekte zu verhindern. Dazu verfolgen sie verschiedene Strategien: So überlassen die &#8222;Kritischen Aktionäre&#8220; <em>urgewald </em>ihre Stimme, um bei Hauptversammlungen zu sprechen oder gegen klimaschädliche Projekte zu votieren. Die Recherchen der Aktivisten fließen in umfangreiche Aufklärungskampagnen, mit denen Menschen dazu bewegt werden, ihr Geld bei Banken anzulegen, die sich an Umwelt- und Menschenrechtsstandards orientieren. Und das, was <em>urgewald </em>aufdeckt, ist auch oft die Grundlage, auf der erfolgreiche Klimaklagen erst entstehen können. Diese Expertise macht <em>urgewald </em>ebenso erfolgreich wie überzeugend. Eine Mitarbeiterin meinte im Anschluss der Vorführung auf der Bühne, sie habe sich durch den Film noch einmal neu in <em>urgewald </em>verliebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist es motivierend zu sehen, wie die Profis Erfolg haben. Doch man muss sich nicht gleich Vollzeit mit dem Thema beschäftigen, um etwas zu verändern. Wer sich in Klima- oder Umweltschutzgruppen engagieren will, sollte etwas &#8222;anbieten&#8220;, das sie oder er besonders gern tut oder besonders gut kann. Denn da ist der individuelle Hebel zur Veränderung am größten.</p>
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		<title>Radio for Future</title>
		<link>https://muenster-klima.info/2024/03/17/radio-for-future/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Mar 2024 14:40:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Neu: Jetzt als dauerhafter Termin Radio for future heißt die Sendung, die die Fridays for Future (FFF) Münster seit einigen Jahren monatlich im Bürgerfunk bei [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neu: Jetzt als dauerhafter Termin</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Radio for future </strong>heißt die Sendung, die die Fridays for Future (FFF) Münster seit einigen Jahren monatlich im Bürgerfunk bei Antenne Münster moderieren. Sie kommentieren in einer Stunde aktuelle Klimapolitik und haben immer mal wieder Gäste im Studio, die sich in Münster engagieren (so waren 2023 z.B. Vertreter*innen von &#8222;Psychologists For Future Münster&#8220;, von &#8222;Aus Grau wird Grün Münster&#8220; oder auch kürzlich von der Initiative &#8222;Kanalbäume bleiben!&#8220; vor Ort).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 2024 waren zwei Menschen von &#8222;Demokratie-Update Münster&#8220; zu Gast in der Sendung. In der <a href="https://www.nrwision.de/mediathek/radio-for-future-initiative-demokratie-update-muenster-ergebnisse-der-weltklimakonferenz-240117/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Podcastaufnahme</a> erklären sie, was Bürger*innenräte so besonders macht und wie sie in Münster und anderswo helfen können, z.B. in der Klimapolitik schneller voranzukommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darauf folgten Gästinnen der Initiative &#8222;Kanalbäume bleiben!&#8220; (siehe auch <a href="https://muenster-klima.info/2024/02/06/was-darf-eine-karikatur/">Kommentare in diesem Beitrag</a>), die bis Anfang Februar gegen die Rodung protestierten. Von diesem Protest sowie davon, wie es mit der Initiative weitergeht, berichten sie unter anderem in dieser <a href="https://www.nrwision.de/mediathek/radio-for-future-kanalbaeume-bleiben-initiative-in-muenster-blockadeaktionen-240307/">Folge</a> von Radio for Future.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Auf unserer Seite sind immer die beiden neusten Folgen verlinkt.<br>Alle Beiträge sind in der Mediathek von <a href="https://www.nrwision.de/mediathek/sendungen/radio-for-future/">NRWision</a> nachzuhören.</em></p>
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		<title>Graue Aussichten</title>
		<link>https://muenster-klima.info/2023/11/02/graue-aussichten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2023 21:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[In Münster wird versiegelt, als gäbe es kein Morgen. Doch an diversen Stellen regt sich Widerstand. Ein Kommentar von Sarah Khalil Es ist das immer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>In Münster wird versiegelt, als gäbe es kein Morgen. Doch an diversen Stellen regt sich Widerstand.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein Kommentar von Sarah Khalil</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist das immer gleiche Spiel: Als gäbe es keine multiple Krise, werden alte Bäume gefällt, um Großprojekte zu ermöglichen. Wie im Hambi (Hambacher Forst) aber auch &#8211; ganz anders &#8211; in Münsters Zimmermannschen Wäldchen stemmen sich seit&nbsp; 9. Oktober 2023 auch Aktivist*innen an Münsters Kanal dagegen. Sie protestieren gegen ein fossiles Großprojekt aus der Mottenkiste der Industrie. Einen guten, knappen Überblick über die Lage gibt Svenja Stühmeier in der <a href="https://www.rums.ms/briefe/brief-2023-10-10/">RUMS</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon jetzt ist klar: Ihre Proteste stehen unter keinem guten Stern. Längst ist das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Der Bau kann rechtlich nicht mehr bekämpft werden. Alleine eine politische Entscheidung auf Bundesebene würde helfen &#8211; und die ist illusorisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ist das Camp am Kanal wirklich sinnlos? &#8211; Zunächst einmal haben Baumbesetzer*innen und Anwohner*innen eine breite Debatte angestoßen, an der lokale Medien und Politik nicht vorbeikommen. Dazu gesellt sich seit einiger Zeit auch Widerstand von erfahrener Seite, nämlich vom Naturschutzbund (<a href="https://www.nabu-muenster.de/">NABU</a>) Münster. Das führte zu einem ersten Erfolg: Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Westdeutsche Kanäle sagte eine ökologische Baubegleitung für noch bevorstehende Fällungen zu. Das reicht dem Nabu jedoch nicht. Sie stellen detaillierte Forderungen, die dafür sorgen sollen, dass der Eingriff in die Natur so gering wie möglich bleibt. Dazu gehört eine vertiefende Artenschutzprüfung (Stufe II) zu erstellen, die die Artengruppen Vögel und Fledermäuse umfasst und eventuell auch Reptilienvorkommen mit einbezieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann sein, dass weiterer Widerstand dieses Mal erfolglos bleibt. Aber das bedeutet nur: Die Öffentlichkeit und Umweltverbände müssen noch eher hinschauen und eingreifen, damit wichtige Entscheidungen nicht über ihre Köpfe hinweg getroffen werden. Oder wie ein Aktivist es in der RUMS formuliert: “Wenn man bei unnötigen Projekten vorher eine Woche Stress macht, führt das vielleicht dazu, dass es in Zukunft einen besseren Austausch im Vorfeld gibt.“ Wobei die bisherigen Kommunikationsforen der Stadt wenig Hoffnung geben…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der NABU hat viel Wissen und Übung darin, Projekte auf Umweltschutzaspekte hin zu prüfen. Dabei ist der Kanalausbau ein besonders absurdes, aber längst nicht das einzige Beispiel für (die geplante) Naturzerstörung in Münster. Ganz aktuell regt sich im Rat erneut Widerstand gegen die Baupläne der Musikhalle. Einer von mehreren Gründen: Für die neue Halle soll der Apothekergarten überplant werden. Dies galt bei den Grünen eigentlich als “Rote Linie”, die nicht überschritten werden darf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier sitzen die Planer zudem alle in Münster und nicht im Bund, sondern im Land sowie an der Universität und der Stadtverwaltung, also durchaus in erreichbarer Nähe. Wie es weitergeht, ist unklar. Sollten die Planungen jedoch auch diese Grünflächen noch angreifen, ist es endlich notwendig und geboten, dass die Planer*innen die Kritik der Klimaschützer*innen &#8211; die genau genommen Lebensschützer*innen sind &#8211; ernst nehmen. Denn in Zeiten der multiplen Krisen &#8211; unter ihnen das sechste Massenaussterben &#8211; reicht es eben nicht, sich zur Klimastadt zu ernennen und dann weiter drauflos zu versiegeln. Es sollte zumindest ein ehrlicher Austausch aller Positionen erfolgen. Bei dem ist zu bedenken: Was einmal gerodet und versiegelt ist, ist für immer verloren. Daran ändern auch Ausgleichsflächen in der Peripherie nichts.</p>
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		<title>Klimastadt-Woche</title>
		<link>https://muenster-klima.info/2023/10/04/klimastadt-woche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2023 19:33:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktiv werden]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[vom 21. bis 27.10.2023 +++ mit abschließendem KlimaBarCamp am Freitag, 27. Oktober Anmeldung (für die meisten Veranstaltungen) bis Mittwoch, 11. Oktober +++ (Text der Stadt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>vom 21. bis 27.10.2023</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><em>+++</em></em> <strong><em>mit abschließendem <a href="https://www.stadt-muenster.de/klimastadt/aktuelles/newsdetail/klimabarcamp">KlimaBarCamp</a> am Freitag, 27. Oktober </em></strong><br><em><strong><a href="https://www.stadt-muenster.de/klimastadt/veranstaltungen">Anmeldung</a></strong> (für die meisten Veranstaltungen) <strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-red-color">bis Mittwoch, 11. Oktober</mark> </strong>+++</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><sup>(Text der Stadt Münster)</sup></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was ist die Klimastadt-Woche?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In der Klimastadt-Woche präsentieren zahlreiche Akteurinnen und Akteure, welchen Beitrag sie zum Gelingen einer klimaneutralen Stadt Münster leisten und womit sie sich auf dem Weg zur Klimastadt gemacht haben. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich zu informieren, neue Perspektiven einzunehmen, gemeinsam zu diskutieren, Wissen zu hinterfragen und sich dabei zu eigenen Ideen und Projekten für ein klimaneutrales Münster inspirieren zu lassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Welche Angebote gibt es?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Klimastadt-Woche werden zahlreiche, kostenlose Führungen und Veranstaltungen angeboten. Erkunden Sie mit neuem Blick die Stadt: zu Fuß, im roten E-Doppeldeckerbus oder mit dem Fahrrad. Erfahren Sie bei den Führungen an zum Teil sonst nicht zugänglichen Orten spannendes Insider-Wissen und erleben Sie wie vielfältig Münsters Klimaarbeit heute schon ist. Oder lieber gemütlich? Dann bieten die Abende Kneipen Science mit Wissenschaftler*innen einen interessanten Ausstauch, der über das übliche Stammtisch-Klimawissen hinauszugeht und zum Mitreden einlädt &#8211; ebenso wie das erste Klima BarCamp Münsters zum Abschluss der Woche.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie kann ich mitmachen?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Unten finden Sie alle Führungen und Events, die in der Klimastadt-Woche stattfinden. Klicken Sie auf das Angebot, das Sie interessiert und melden Sie sich bis zum 11. Oktober an &#8211; natürlich kostenlos. Nach Anmeldeschluss werden die verfügbaren Plätze per Losverfahren vergeben, um sicherzustellen, dass alle Interessierten gleiche Chancen zur Teilnahme haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gut zu wissen: Beim Kneipen-Science und beim veganen Mitbring-Brunch sind keine Anmeldung erforderlich, es können soviele Menschen kommen, wie es Plätze gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[<a href="https://www.stadt-muenster.de/klimastadt/startseite/klimastadt-woche"><em>Weiter lesen&#8230;</em></a>]</p>
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		<item>
		<title>Weil es uns alle braucht?!</title>
		<link>https://muenster-klima.info/2023/10/03/weil-es-uns-alle-braucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Oct 2023 21:54:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klimapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Klimastadtvertrag]]></category>
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		<category><![CDATA[Workshop]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Montag, 25.09.2023,&#160; fand im&#160; &#8222;Hier und jetzt&#8220; am Aasee ein zweieinhalb-stündiger Klimastadt-Workshop der Stadt Münster statt.&#160; Die Veranstaltung sollte an das Stadtforum Klimastadt im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Am Montag, 25.09.2023,&nbsp; fand im&nbsp; &#8222;Hier und jetzt&#8220; am Aasee ein zweieinhalb-stündiger <u><a href="https://www.muensterzukunft.de/klimastadt-workshop.html">Klimastadt-Workshop</a></u> der Stadt Münster statt.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Veranstaltung sollte an das Stadtforum Klimastadt im Juni anknüpfen (lesen Sie <a href="https://muenster-klima.info/2023/06/15/muenster-wird-klimastadt/"><u>hier</u></a> eine Stellungnahme dazu). &#8222;Neben den Beiträgen der Stadtverwaltung und von Unternehmen sollen auch Beiträge von Bürgerinnen und&nbsp; Bürgern, von Initiativen sowie neue gemeinschaftlich-entwickelte Projekte den Klimastadt-Vertrag bereichern&#8220;, heißt es auf den Seiten der Stadt. Etwa 50 Menschen waren vor Ort. (Einige (Klima-)Gruppen fühlten sich vor den Kopf gestoßen und hatten ihre konstruktive Mitarbeit verweigert. Von &#8222;allen&#8220; kann allein deshalb keine Rede sein.) Viele Anwesende beteiligten sich in der (letzten) Hoffnung, dass es endlich in angemessener Ernsthaftigkeit weitergeht und gemeinsam konkrete, wirksame Maßnahmen entwickelt werden. Schließlich sind die Herausforderungen enorm. Deshalb war es umso überraschender, dass es zunächst einen Schritt zurück ging: nämlich zur &#8211; sehr schwer auffindbaren &#8211; <u><a href="https://www.muensterzukunft.de/beitrag-fuer-klimastadtvertrag-einreichen.html">Eingabemaske</a></u> für den Vertrag, für den&nbsp;die Teilnehmer*innen Verbesserungsvorschläge einbringen sollten. Auch sonst hat dieser Workshop statt Tatendrang viel Frust auf allen Seiten erzeugt, der nach Abschluss aus den Kommentaren einiger Mitwirkender sprach <em>(teils direkt an die Stabsstelle Klima gerichtet)</em>.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Was aber auch deutlich wird:</em></strong><em> Dieser Frust entstand, eben weil die Bürger*innen ihr Wissen und Können beisteuern wollen. </em><em>Es gibt neben Warnungen (vor einer </em><em>Gefährdung der </em><em>Demokratie) auch weiterhin konstruktive Vorschläge (wie den Stadtvertrag in Form einer Commons-Public-Partnership aufzuziehen)</em><em>. Es gibt </em><em>Angebote aus der Gesellschaft, ihre Expertise (z.B. zur gemeinsamen Entscheidungsfindung) in diesen herausfordernden Prozess einzubringen.&nbsp;</em><em>Die Teilnehmenden sind ja nur da, weil sie erkannt haben: </em><em>Wir </em><strong><em>müssen </em></strong><em>für einen sozial-ökologischen Wandel </em><strong><em>zusammen</em></strong><em>arbeiten</em><em> (was sollte ihr Beitrag sonst nützen?).&nbsp;</em><em>D</em><em>as sollte auch die Verwaltungsspitze ernst nehmen. Nicht erst 2030, sondern </em><em>JETZT.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Weil es uns alle braucht.</em></p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-55c5ced5"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zum Fremdschämen, einfach nur unangenehm.&nbsp;</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Während die Veranstaltung immer mehr auseinanderfällt, aus Ergebnisvorstellungen hitzige Auseinandersetzungen zwischen lauten Männern werden, schauen die Mitarbeitenden der Verwaltung nur noch betreten zu Boden oder unbeteiligt ins Leere.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die eingereichten Beiträge, die eigentlich fortwährend online veröffentlicht werden sollten, wurden dann doch gezeigt. 13 an der Zahl. Auf einer Stellwand, EINMAL ausgedruckt, die Mailadressen nur stümperhaft anonymisiert mit einem schwarzen Edding, Datenschutz lässt grüßen. Schriftgröße 10-12, nicht größer. Die Anwesenden stellen sich in der Pause in Schichten an die Stellwand, um sich an der Entzifferung zu versuchen.&nbsp;</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;Jedes Mal, wenn ich zu einer Veranstaltung im Bereich Klimaschutz und Partizipation der Stadt Münster gehe, denke ich, dass es nicht mehr schlimmer werden kann, jedes Mal merke ich, dass ich mich geirrt habe&#8220;</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die ersten 20 Minuten werden darauf verwendet Ideen zu sammeln, wie mehr Menschen dazu motiviert werden können Beiträge einzureichen, aber natürlich nur jene, die auch die &#8222;Kriterien&#8220; erfüllen. Erst bei der gemeinsamen Diskussionsrunde fällt auf, dass die Eingabemaske für die einzureichenden Beiträge auf der Website gar nicht zu finden ist, egal wie tief mensch sich durch die Website klickt&#8230;&nbsp;</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Beschäftigungstherapie</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>barrierearm(ut)</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Didaktisch 5, wäre bei einer Prüfung durchgefallen.&nbsp;</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>wir haben uns im Kreis gedreht</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Expertise aus den Gruppen (auch bzgl. Moderation) hätte besser genutzt werden können</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich hatte Fragen vorbereitet, die ich nicht loswerden konnte, da es keinen Raum dazu gab.</li>
</ul>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">_</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was auch immer Sie mit der Veranstaltung bezwecken wollten bleibt weiter unklar. Ich gehe &#8211; wie viele andere &#8211; mit einer Mischung aus Verzweiflung und Resignation aus dieser Veranstaltung. Ich denke auch Sie können diese Gefühle nachvollziehen. Es fällt mir schwer die richtigen Worte für die Kritik zu finden, weil es mit diesem Text keinesfalls darum gehen soll Ihnen Vorwürfe zu machen oder Sie bloßzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein erschreckender Gedanke, den ich gern mit Ihnen teilen würde war der, dass wir mit gespielter Bürger*innenbeteiligung, mit schlechten Präsentationen und mit Plakaten, die wenig einladend sind, die Demokratie gefährden. Ich unterstelle den Menschen, die an Bürger*innenbeteiligungen teilnehmen, einen starken Glauben in demokratische Prozesse und eine Hoffnung darauf haben, dass Ihre Stimme einen Wert hat. Diesen Menschen nach einer solchen Veranstaltung die Verzweiflung in den Augen ablesen zu können besorgt mich. Wir höhlen unsere Demokratie ganz alleine aus &#8211; ohne dass rechte Ideologien diese Prozesse stören. Dies gilt für Münster. In anderen Städten werden Veranstaltung solcher Art wohl regelmäßig von AfD-Sympathisant*innen gekapert. Wir werden in naher Zukunft die braune Kacke so heftig am dampfen haben, wenn wir unsere demokratischen Mittel nicht dagegen verteidigen. Und wir verteidigen die Demokratie, indem wir zeigen, dass diese Veranstaltungen einen Wert haben. Wenn wir eine positive Erzählung schaffen, in der die Bürger*innen und die Menschen der Stadtverwaltung auf Augenhöhe miteinander sprechen, gemeinsam Entscheidungen treffen und diese Entscheidungen auch gemeinsam gegen Kritiker*innen verteidigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben in der Klimagerechtigkeitsbewegung viele Menschen gehen sehen. Nicht zuletzt auch bei den Beteiligungsprozessen hier in der Stadt. Dabei zuzusehen, wie der Glaube an eine bessere Welt in vielen Herzen stirbt, tut weh.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wirklich allerhöchste Zeit für eine positive Erzählung. Lassen Sie uns gemeinsam den Arsch in den Sattel schwingen und losreiten. Lassen Sie uns gemeinsam Stärke zeigen und den Wandel herbeiführen, über den wir seit Jahren sprechen. Entgegen aller Kritik. Weil es hier ums Leben geht, es geht um die Menschlichkeit und die Demokratie und darum, wie lange wir diese demokratischen Möglichkeiten noch haben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass das nicht leicht wird, wissen wir. Dass es mit jedem Tag, an dem wir nicht weiter kommen, schwerer wird, auch. Wir wissen mittlerweile über verschiedenste, vor allem soziale, aber auch ökonomische Faktoren, die der sozial-ökologischen Transformation im Weg stehen. Wir wissen über fehlende emotionale Bildung, über ungenügende Umweltbildung, wir wissen von einem Sozialsystem, das seit Jahrzehnten ausgehöhlt wird, von Klassenunterschieden, die durch die starke Individualisierung durch die ökonomische Umgebung unsichtbar gemacht werden. Wir wissen von fehlender Aufklärung über politische Teilhabe und trotzdem wollen wir nicht stehenbleiben. Hier geht es ums Ganze. Hier geht es um uns alle und es geht darum gemeinsam weiterzugehen. Trotz der ganzen Probleme &#8211; oder gerade deswegen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte Ihnen hiermit die Einladung aussprechen, für kommenden Veranstaltungen auf die Klimagerechtigkeitsbewegung zuzukommen. Wir üben uns seit Jahren in der Moderation von Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden. Wir erproben, wie Entscheidungen in Gruppen getroffen werden können und üben uns darin, unsere Argumente und unsere Agenda gegen Kritik und schlechte Presse zu verteidigen. Diese Fähigkeiten möchte ich Ihnen anbieten. Lassen Sie uns gemeinsam davon profitieren. Schulter an Schulter können wir mehr erreichen, als weiter Grabenkämpfe zu führen. Alles was wir brauchen ist ein erster Schritt von Ihnen auf uns zu. Sie haben aktuell die Machtposition inne. Sie haben die Wahl, ob Sie uns als Verbündete oder als Kritiker*innen auf Ihren Veranstaltungen sehen werden. Hier stehen wir und wahren diese demokratische Ordnung. Durch unsere Stimme bei der Wahl haben wir Ihnen diese Macht gegeben. In der Hoffnung auf ein gutes Leben. Gehen Sie bitte sorgsam damit um. Hier geht es schon lange nicht mehr ums Klima. Hier geht es um die Menschlichkeit.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">_</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Motivation zur Teilnahme: Dringender Wunsch, am lebensnotwendigen Wandel TEILHABEN zu können und (wahrscheinlich ein letztes Mal) zu sehen, inwiefern die Vorschläge der Zivilgesellschaft tatsächlich ernst genommen werden und transparent damit umgegangen wird.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ergänzung zur Frage, wo wir uns einordnen würden und meiner (u.a.) Auswahl „Klima-Engagierte“: Das Wort „Klima“ ist zwar etabliert. Es ist mir allerdings erstens zu abstrakt (und da spreche ich sicher erst recht für Nicht-Akademiker:innen) und zweitens trifft es „Menschheit“ oder „Überleben“ deutlich besser. Es geht um ein gutes Überleben für alle lebenden Wesen.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Positiv:</li>
</ul>



<ol class="wp-block-list">
<li>an einer Stelle hat die Moderation als Beispiel dafür, was wir von der Stadt benötigen, den Punkt „Infrastruktur“ genannt. Das ist das Zentrale, das die Stadt (und die Menschheit generell) &#8211; natürlich neben allen individuellen Aktivitäten – braucht: Geänderte Infrastrukturen wie autoarme Städte erlauben automatisch ein nachhaltigeres Verhalten auch von Nicht-Überzeugungstätern wie wir sie im Workshop versammelt waren (und DIE wollen wir doch erreichen!). <br>Das kann natürlich DIREKT geschehen mit kleinen Taten, die persönlich erfahrbar sind und damit Selbstwirksamkeit vermitteln – notwendig, aber nicht ausreichend. Aber auch INDIREKT mit geänderten Strukturen, in denen Menschen nicht mal bewusst sein muss, dass sie sich nachhaltiger verhalten als vorher (bspw. dafür sorgen, dass Standardgerichte in Kantinen vegetarisch/vegan gut wie greifbar und preislich vorteilhaft sind).</li>
</ol>



<ul class="wp-block-list">
<li>Negativ (nur ein paar Punkte):</li>
</ul>



<ol class="wp-block-list">
<li>Die Rolle der Beteiligungslotsin mir nicht transparent. Sie hätte auch sicher nicht die sehr barrierearme Gestaltung der Stellwände mit den Ergebnissen ausgleichen können: viel zu kleine Schrift (auch auf den Namensschildern) bei den ausgedruckten Eingaben, außerdem datenschutzrechtlich stümperhaft unkenntlich gemachte Mail-Adresse… allein dadurch wirkte die Veranstaltung nicht gut vorbereitet.</li>



<li>Es gibt didaktischen Verbesserungsbedarf, bspw. Angabe der ungefähren Endzeit für Diskussionen bei gleichzeitig angekündigter Offenheit bei Bedarf. </li>



<li>Inhaltlich gäbe es Vieles… Wir haben uns m.E. im Kreis gedreht. Es kamen Vorschläge, die oft genug schon geäußert wurden, und der Versuch, konkrete Maßnahmen dazu zu sammeln, hätte erstens stärker strukturiert sein müssen, zweitens war er durch die überwiegend individuelle Perspektive auf das notwendige aber nicht ausreichende Maß eingeschränkt, und 3. wären einige Vorschläge so gar nicht umsetzbar. Hier hätte ein anderes Format &#8211; zum Beispiel ein Bürger:innenrat &#8211; mehr Expertise bringen können. </li>



<li>Die dennoch vorhandene Expertise im Raum wurde einerseits viel zu spät und von den meines Erachtens falschen Leuten eingeholt (z.B. Aspekte wie Kriterien der Eingabemaske oder dass der Link super schwer zu finden ist – dafür gibt es Experten in Technik und Barrierefreiheit und das hätte schon längst geschehen können). In der Kürze der Zeit hätte anderes Wissen genutzt werden können und mehr Raum für ganz offene Rückfragen (die auch stringent hätten moderiert werden können und müssen, damit es nicht ausufert). </li>



<li>Ich hatte leider mal wieder das Gefühl, dass von der Stadt einfach keine ernsthafte Bürgerbeteiligung gewünscht ist und das auch von der Spitze intern klar kommuniziert worden sein dürfte. Das finde ich nicht nur extrem ärgerlich und frustrierend, sondern auch wahnsinnig traurig und unmenschlich, da der Oberbürgermeister selbst 5 (!!!) Kinder hat. Ich verstehe es einfach nicht.</li>
</ol>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"> _</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war leider alles in allem ziemlich enttäuscht von der Veranstaltung. Nach dem Einladungstext hatte ich gehofft und erwartet, dass im Workshop am weiteren Prozess gearbeitet wird. Dies wurde aus meiner Sicht allerdings nicht zur Genüge getan. Es kam mir nicht sehr sinnvoll vor, mit sämtlichen Teilnehmenden an Detailfragen wie der Ausfüllmaske der Homepage zu arbeiten.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier einige Punkte, die ich anmerken möchte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>viel zu kurze Arbeitsphasen in zu großen Gruppen. Hier waren auch die Aufgabenstellung und das Vorgehen oft unklar, was die Moderation und eine sinnvolle Zeiteinteilung erschwert hat. Eine Diskussion war in beiden Phasen kaum möglich, da das Prinzip galt, dass reingerufen werden musste. Das ermöglicht nicht allen eine Teilnahme.&nbsp;</li>



<li>es ist absolut unklar geblieben, warum wir in Arbeitsphase 2 die „TOP 3 Ideen“ raussuchen sollten, was das heißen soll und was daraus folgt. Aus meiner Sicht waren es einfach Beispiele, um konkret diskutieren zu können, was in meiner Gruppe (3) aber nicht passiert ist. Ich hoffe nicht, dass Sie daraus ableiten möchten, was wichtig ist und was nicht! Es muss in wahnsinnig vielen Bereichen etwas passieren, um Klimaneutralität zu erreichen und den Klimawandel zu stoppen.</li>



<li>Die Transparenz hat gefehlt: Wer entscheidet denn nun anschließend über die Kriterien und wie mit den Beiträgen umgegangen wird, die diese nicht erfüllen?</li>



<li>die Moderation hat sich nicht vorgestellt, daher mussten sich alle selbst erschließen, welche Rolle sie und auch Herr Möller hatten bzw. haben.&nbsp;</li>



<li>Der Gallery Walk war räumlich eng und mit den Schriftgrößen nicht gut lesbar, erst recht, wenn viele Menschen gleichzeitig darauf gucken sollten</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hätte mir gewünscht, mehr Informationen über den bisherigen und den geplanten weiteren Prozess zu erhalten – oder zumindest die Möglichkeit, danach zu fragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>wie soll dieser Stadtvertrag aussehen? Hat das schon jemand festgelegt? Wenn nicht, wer entscheidet wann darüber?&nbsp;</li>



<li>in der Einladung wurde unterschieden zwischen&nbsp;Zivilbevölkerung, Stadtverwaltung und Unternehmen. Kann ich also davon ausgehen, dass es zwei weitere Prozesse gibt? Wie sehen diese aus? Was ist der Beitrag von Unternehmen und der Stadtverwaltung? Wer legt das fest?&nbsp;</li>



<li>Diese Erfahrungen machen mir (und anderen) wenig Lust, sich bei weiteren Veranstaltungen einzubringen, denn es bleibt das Gefühl, nicht wirklich etwas bewirken zu können. Es entsteht dann schnell der Eindruck einer&nbsp;Scheinbeteiligung. Für einen demokratischen Prozess wünsche ich mir Begegnungen auf Augenhöhe, gemeinsame Entscheidungen und vor allem Transparenz über Abläufe, Prozesse etc. Gerne auch nicht erst auf den&nbsp;Veranstaltungen selbst, sondern auch bereits in der Vorbereitung.&nbsp;</li>



<li>Zum Klimastadtvertrag möchte ich außerdem gerne noch einmal die Idee der Commons-Public-Partnerships (CPP) einbringen. Diese habe ich bereits im Treffen bei der Reflexion des Klimaforums eingebracht. Ich denke, diese Form des Kooperationsvertrages zwischen einer öffentlichen Körperschaft und zivilgesellschaftlichen Vertreter:innen/Vereinigung passt ideal zum Klimastadtvertrag und würde ihm mehr Bedeutung verleihen. So kann Münster einen eigenen Weg gehen. Ich bzw. wir können Ihnen gerne weitere Informationen dazu aufbereiten oder ins Gespräch kommen. Als kleiner Eindruck ist dieser Link hilfreich: <a href="https://www.rifs-potsdam.de/de/blog/2023/03/commons-public-partnerships-sind-booster-fuer-die-sozial-oekologische-transformation">https://www.rifs-potsdam.de/de/blog/2023/03/commons-public-partnerships-sind-booster-fuer-die-sozial-oekologische-transformation</a></li>
</ul>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-3910b8fb"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Echo, das ebenfalls direkt an die Stabstelle Klima gerichtet wurde, soll hier veröffentlicht werden.</p>



<div class="wp-block-file"><a id="wp-block-file--media-fdc0d7c8-bfec-4ca2-b3de-c5a6d05c881b" href="https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/10/2023-10-01_EchoWorkshop_Klimastadtvertrag_MT.pdf">Echo-Workshop_Michael-Tillmann</a><a href="https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/10/2023-10-01_EchoWorkshop_Klimastadtvertrag_MT.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-fdc0d7c8-bfec-4ca2-b3de-c5a6d05c881b">Herunterladen</a></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NaturFreunde: Münster braucht einen Klimaplan</title>
		<link>https://muenster-klima.info/2023/06/11/naturfreunde-muenster-braucht-einen-klimaplan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jun 2023 08:07:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Klimapolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Ziele verfehlt: Kein konkreter städtischer Fahrplan zur Klimaneutralität 2030 Münster will bis 2030&#160;klimaneutral werden, um&#160;die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Doch einen konkreten Plan, der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ziele verfehlt: Kein konkreter städtischer Fahrplan zur Klimaneutralität 2030</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Münster will bis 2030&nbsp;klimaneutral werden, um&nbsp;die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Doch einen konkreten Plan, der zudem die notwendigen finanziellen Ressourcen enthält, gibt es nicht. Massive Zweifel an diesen Zielen sind somit berechtigt. Die NaturFreunde&nbsp;fordern daher alle verantwortlichen Gremien zum Handeln auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt muss endlich ein Klimaplan &#8211; also ein konkreter&nbsp;städtischer&nbsp;Fahrplan&nbsp;für eine klimaneutrale und lebenswerte Stadt, mit externer wissenschaftlicher Fachkompetenz auf den Weg gebracht werden. Dazu braucht es&nbsp;einen lokalen Klimagipfel, in dem Vertreter von Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein detailliertes&nbsp;„Arbeitsprogramm Klimaschutz“ beschließen, also Aktivitäten, die in den nächsten sieben Jahren&nbsp;mutig, konsequent, ökologisch und&nbsp;sozial gerecht umgesetzt werden. Der Klimaplan und seine&nbsp;Strategie sollten&nbsp;die Handlungsfelder Gebäude, Energieversorgung, Mobilität, Wirtschaft, Entsorgung und gesellschaftliche Transformation umfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus müssen die Gipfelteilnehmer den politischen, finanziellen, administrativen und organisatorischen Rahmen festlegen, mit dem das Ziel der Klimaneutralität <em>nachweislich</em> erreicht werden kann. Denn Münster hat zwar im August 2020 die Klimaneutralität 2030 beschlossen, doch seitdem nur vereinzelte Handlungsprogramme aufgelegt, die zudem schon jetzt weit an den Zielen vorbeigehen. Wenn sich Oberbürgermeister Lewe nun mit Vertreter*innen der &#8222;Letzten Generation&#8220; trifft, ändert das nichts, sondern dient allein zur Beruhigung der eskalierenden Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht es auch anders, wie die Stadt Bonn beispielhaft zeigt, die in Größe und Struktur Münster durchaus ähnlich ist. Sie hat mit dem Wuppertal Institut und umweltpolitischen Akteuren sowie den politischen Parteien einen konkreten Klimaplan erarbeitet und im Stadtrat beschlossen. Er sieht vor, allein 2023 und 2024 ganze 50 Millionen Euro in den Klimaschutz zu investieren. Die Gutachter*innen haben zudem einen Personalbedarf von 168 Vollzeitstellen ermittelt. Basierend darauf hat die Stadt einen Bedarf von ca. weiteren 55 Stellen zur Umsetzung des Arbeitsprogramms Klimaschutz festgestellt. Dafür hat die Verwaltung zusätzlich sechs Millionen Euro Personalkosten für den Doppelhaushalt 2023/2024 angemeldet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Münster stehen für eine ähnliche Aufgabe gerade einmal 16 Stellen bereit, Finanzmittel fehlen ganz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Münster hat 2019 den Klimanotstand erklärt. Ein Jahr später fiel der Beschluss, dass die Stadt bis 2030 klimaneutral sein soll. Passiert ist seitdem kaum etwas.&nbsp;Selbst die wenigen beschlossenen Maßnahmen wurden nicht umgesetzt, die&nbsp;unzureichenden eigenen Ziele verfehlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher braucht Münster nun einen Klimaplan. Ihn zu erarbeiten kostet die Stadtgesellschaft Geld und Mühen. Doch es gibt mehr zu gewinnen als zu verlieren. Ein Konzept für den Klimawandel ist zugleich ein umfassendes Stadtentwicklungsprogramm, mit dem Münster auch sozial gerechter werden kann. Man kann besser atmen und schlafen, der öffentliche Raum gehört den Menschen und dient als Ort für Begegnung, Austausch und Erholung, Grünflächen spenden Frische und Schatten, wenn es heiß ist, und nehmen das Wasser auf, wenn es regnet. Die Menschen bewegen sich sicher durch die Stadt. In den Gebäuden ist es dank Dämmung im Sommer weniger heiß und im Winter müssen wir weniger heizen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Roadshow &#8222;Wir können auch anders&#8220; im Theater Münster am 22. Mai &#8211; Ein Bericht</title>
		<link>https://muenster-klima.info/2023/05/28/roadshow-wir-koennen-auch-anders-im-theater-muenster-am-22-mai/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2023 13:36:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktiv werden]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klimagruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frida Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Bericht von Ilka Dönhoff Der Bezug zum Ort des Geschehens war schnell hergestellt: Kürzlich hatte das Theater Münster ein nachhaltiges Bühnenkonzept entwickelt, und auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein Bericht von Ilka Dönhoff</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bezug zum Ort des Geschehens war schnell hergestellt: Kürzlich hatte das Theater Münster ein nachhaltiges Bühnenkonzept entwickelt, und auf ebendieser Bühne hat am 22. Mai 2023 die Roadshow „Wir können auch anders“ in Münster Station gemacht. Die 4-teilige Doku-Serie beruht auf dem gleichnamigen Bestseller der Transformationsforscherin Maja Göpel und ist in der <a href="https://www.ardmediathek.de/serie/wir-koennen-auch-anders/staffel-1/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9zZGIvc3RJZC8xNTAy/1">ARD-Mediathek</a> zu finden. Die Serie handelt von Positivbeispielen, die in Bereichen wie Verkehr, Wohnen und Bauen oder Landwirtschaft zeigen, wie anderes Wirtschaften jetzt schon möglich und zukunftsfähig ist. Bekannte Protagonist*innen wie die Axel Prahl, Anke Engelke oder – auch zu Gast in Münster und später auf dem Panel – die Schauspielerin Pheline Roggan gestalten mit einer Mischung aus Unterhaltung und Fakten die Dokus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den Abend geführt hat v.a. die Osnabrückerin Nicola Bramkamp, künstlerische Leiterin des veranstaltenden Vereins Save the world. Die Idee zur Doku? Bramkamp und der (nicht anwesende) Regisseur Lars Jessen wollten „mal was Anständiges machen“, um ein „bisschen Hoffnung in die Beschissenheit“ zu bringen. Bramkamp musste jedoch auch eine für viele Zuschauende bedauerliche Nachricht überbringen: Maja Göpel konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht wie angekündigt in Münster sein – zu ihrer Video-Grußbotschaft und ihrer spontan eingesprungenen Vertretung Insa Thiele-Eich später mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wer, wenn nicht wir, wann, wenn nicht jetzt“ lauteten erste Zeilen der Gruppe Frida Gold, die das Bühnenprogramm musikalisch eröffnete. Gefühlvolle Songs und ebensolche Statements stimmten das Publikum auf den Abend ein und animierten zu Verbundenheit als Gegenteil von Angst. Geschlossen wurde die musikalische Einheit mit dem Appell, dass die Menschen mit guten Absichten sich verbinden mögen. Ein berührender Einstieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es folgte ein Ausschnitt aus der Serie zu „Essen und Ernten“, in der Pheline Roggan und der vegetarisch lebende Aurel Mertz verschiedene Akteure besuchen und deren Wirken charmant portraitieren. Sie sind zu Gast bei dem „Erbsen-Pionier“ Friedrich Büse von der Firma endori, der beklagt, dass Fleisch aufgrund der eingeschliffenen Praxis und nicht einbezogener externer Kosten preiswerter „produziert“ werden kann als seine erbsenbasierten Patties; ein Aquaponik-Vorreiter führt vor, wie Barsch und Basilikum in kooperativer Gegenseitigkeit aufwachsen können; der Landwirt Benedikt Bösel und seine Partnerin präsentieren ihre hungrigen Kühe, die viermal täglich auf einem neuen Teil der Weide den Gräsern die „Spitzen schneiden“ dürfen, sodass es schneller nachwachsen kann, und der Bürgermeister des bayrischen Örtchens Andernach zeigt stolz Teile seiner „Essbaren Stadt“. Vor Anfragen aus anderen Orten könne er sich kaum retten – ob Münster auch darunter ist?</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:16px"><em><strong>Kleiner Exkurs (Kommentar</strong></em>)<br><em>Klug wäre es, wenn auch unwahrscheinlich: Im Integrierten Flächenkonzept der Stadt Münster (<a href="https://www.stadt-muenster.de/stadtplanung/planen/intergrierte-flaechenentwicklung">IFM</a>), das in den letzten Monaten hinter verschlossenen Türen entwickelt wurde und nun in einem Werkstattverfahren der Öffentlichkeit in drei Szenarien präsentiert wurde, ist keine Rede von z.B. gemeinschaftlich bewirteten Beeten, die Bestandteil einer essbaren Stadt sein können. Münsters Bürger*innen sind in einem sog. <a href="https://app.maptionnaire.com/q/7ux92hwe72y4">Beteiligungsverfahren</a> (noch bis 11. Juni 2023) aufgerufen, Stellung zu diesen Szenarien zu nehmen und Vorschläge einzubringen. Grundlegende Änderungen, die die „Frei“- als Grünflächen erhalten (wie z.B. vom <a href="https://muenster-klima.info/gruenflaechen-manifest/">KlimaEntscheid</a> gefordert)? Höchst unwahrscheinlich.</em></p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p class="wp-block-paragraph">Bevor das Panel startete, hatten die Besucher*innen die Gelegenheit, sich wie von der Band Frida Gold gewünscht, zu verbinden bzw. zu vernetzen: Im Foyer konnten sie sich bei verschiedenen Initiativen auf einem „Markt der Möglichkeiten“ bei „lokalen Champions“ informieren, wie „wir auch anders können“. Von Münsteraner Initiativen wie Greenpeace, foodsharing e.V., der FairTEILBAR, dem Gemüseacker oder den Teachers for future waren auch Studierende der Konstanzer (ehem. Cusanus-) <a href="https://hfgg.de/">Hochschule für Gesellschaftsgestaltung</a> vor Ort, um sich zu vernetzen und bundesweit mehr Bekanntheit zu erlangen. Denn an der nachhaltig orientierten Hochschule, die von der Professorin für Ökonomie und Philosophie Silja Graupe (<a href="https://jung-naiv.podigee.io/796-okonomin-hochschulgrunderin-silja-graupe-bildung-bildungssystem-humankapital-plurale-okonomik-hochschule-universitat">hier</a> im Interview mit Tilo Jung) gegründet wurde, sind auch Studierende<br>eingeschrieben, die nicht in Konstanz leben. Laut einer Studentin hatte das Vorhaben Erfolg: Sie kam z.B. mit Eltern ins Gespräch, die stellvertretend für ihren Nachwuchs Infos zu geeigneten Fächern und Orten für ein Studium einholten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">A propos Besucher*innen: Das Große Haus des Theaters war ca. zur Hälfte besetzt, viele der Plätze durch die Standbetreuer*innen der Initiativen. Ein breiteres Publikum für diesen Abend hätte der Stadt ebenso gutgetan wie die von Frida Gold ersehnte <em>weibliche</em> Tonalität (das Nährende und Gemeinschaftliche in allen Menschen) der Welt guttun würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Abschluss kamen auf einem Panel den Protagonist*innen der Doku-Serie zu Landwirtschaft die bereits erwähnten Pheline Roggan und Friedrich Büse zu Wort, zudem aus einem kleinen Einblick in die Doku zu Wohnen &amp; Bauen der Düsseldorfer Klaus Franken sowie die ebenfalls erwähnte „Fastronautin“ und vierfache Mutter Insa Thiele-Eich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zuschauenden lernten von ihr etwas über Fleischersatz per 3D-Druck im All sowie (in einer Anspielung auf einen Song zu Beginn) die Bekräftigung, dass alle Mütter müde sind – ein Lob auf Verbote im Lebensmittelbereich, die Konsument*innen Kauf-Entscheidungen leichter machen würden statt ihnen die Verantwortung zu übertragen. Thiele-Eich teilte außerdem ihre Erfahrung als Expertin beim bundesweiten <a href="https://buergerrat-klima.de/">Bürgerrat Klima</a>, der im Kern 2021 stattfand und in dem ausgeloste Bürger*innen unter anderem über Ernährungspolitik diskutierten: Deren Empfehlungen gingen weit über das von ihr erwartete hinaus. Ihr Fazit: Die schweigende Mehrheit, die sich sonst nicht an Politik beteiligen würde, will gehört werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den weiteren geteilten Ideen könnten sich sowohl die Stadt Münster als auch die Einwohner*innen inspirieren lassen: z.B. wie in Düsseldorf leerstehende Büros – durch die Pandemie zunehmend – zu Wohnungen umzubauen, als Bewohner*in einfach mal einen Antrag auf Umwidmung eines KfZ- zu einem Fahrradparkplatz zu stellen oder wie von Maja Göpel in ihrer Video-Grußbotschaft allen Menschen ans Herz gelegt: das Miteinander und die gegenseitige Abhängigkeit statt als Schwäche als <em>Potenzial</em> zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ging ein nachdenklicher und -haltiger Abend zu Ende und hoffentlich ein paar mehr zu Engagement animierte Besucher*innen nach Hause.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wünschen Save the earth e.V. und uns, dass die gesamte Roadshow einen nachhaltigen Effekt hat, ob mit nachhaltigem Bühnenbild oder ohne.</p>


</div></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Eine Tonne Braunkohle gleich eine Tonne CO2</title>
		<link>https://muenster-klima.info/2023/01/10/eine-tonne-braunkohle-gleich-eine-tonne-co2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2023 12:17:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktiv werden]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaentscheid]]></category>
		<category><![CDATA[Klimagruppen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Einladung zum Neujahrsausflug in das Dorf Lützerath am Rande des Tagebaugebiets Garzweiler 2 waren am 08.01.2023 rund 120 Aktivist:innen der Münsteraner Klimabewegung gefolgt. Das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Einladung zum Neujahrsausflug in das Dorf Lützerath am Rande des Tagebaugebiets Garzweiler 2 waren am 08.01.2023 rund 120 Aktivist:innen der Münsteraner Klimabewegung gefolgt.</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Eingangsreferat hielt ein Geochemiker und erläuterte, warum mit dem weiteren Abbaggern der Braunkohle im Rheinland das 1,5-Grad-Ziel Deutschlands definitiv nicht mehr eingehalten werden kann. „Eine Tonne Braunkohle entspricht bei der Verbrennung einer Tonne CO2 und ist somit eins zu eins umzurechnen. Daher ist Braunkohle die mit Abstand dreckigste Energieform!“ Sonja-Maria Micudaj von &#8222;Health for Future&#8220; führt aus: &#8222;Dass Deutschland dazu die Kohle definitiv nicht braucht, belegen wissenschaftliche Studien. Ebenso ist bekannt, dass das weitere Anheizen des Klimas weite Gebiete der Erde unbewohnbar machen wird und viele Kriege ausgelöst werden. Daher ist der Erhalt von Lützerath auch eine Frage der globalen Klimagerechtigkeit, weil schon heute die ärmsten Länder der Welt, die am wenigsten zu der Klimaerwärmung beigetragen haben, am meisten darunter leiden.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="434" data-id="3568" src="https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Treffen-1024x434.jpg" alt="" class="wp-image-3568" srcset="https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Treffen-1024x434.jpg 1024w, https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Treffen-300x127.jpg 300w, https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Treffen-150x64.jpg 150w, https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Treffen-768x326.jpg 768w, https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Treffen-1536x651.jpg 1536w, https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Treffen.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ausflug des Klimaentscheid Münster nach Lützerath</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="3566" src="https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Linde-1024x1820.jpg" alt="" class="wp-image-3566"/><figcaption class="wp-element-caption">Baumhaus LINDE</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="769" data-id="3567" src="https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Loch-1024x769.jpg" alt="" class="wp-image-3567" srcset="https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Loch-1024x769.jpg 1024w, https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Loch-300x225.jpg 300w, https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Loch-150x113.jpg 150w, https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Loch-768x576.jpg 768w, https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Loch-1536x1153.jpg 1536w, https://muenster-klima.info/wp-content/uploads/2023/01/Luetzi-Loch.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tagebau Garzweiler 2</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Münsteraner Gruppe gewann im besetzten Ort Lützerath, das mittlerweile direkt an der Abbruchkante liegt, einen guten Eindruck von der Infrastruktur des besetzten Dorfes. Dort leben seit zwei Jahren ca. 500 junge Menschen, die sich dem größten CO2-Emittenten Deutschlands &#8211; RWE &#8211; entgegenstellen. Durch ihren Aufenthalt verhindern sie das Abgraben von ca. 110 Millionen Tonnen Braunkohle unter ihnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die 1,5 Grad Grenze verläuft deshalb genau vor Lützerath, da durch das Abbaggern und Verfeuern der Braunkohle unter dem Dorf Deutschland sein &#8211; beim Pariser Klimaabkommen &#8211; unterzeichnetes Ziel unwiederbringlich verfehlen wird. Deshalb muss die Kohle hier im Boden bleiben, ergänzt die Biologin Mariele Wischer, die sich der Reise angeschlossen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gutachten bestätigen, dass zur Sicherung der Energiekrise die Kohle unter Lützerath nicht benötigt wird, da im Abbaugebiet bereits noch 300 Millionen Tonnen Braunkohle zur Verfügung stehen. Weitere Info dazu unter muenster-klima.info.de.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 08.01.2023 haben knapp 7000 Menschen den Widerstand der Aktivisten vor Ort unterstützt und konnten als Besucher*innen bei einem Dorfspaziergang das entstandene Dorfleben kennen lernen. Sie bekamen eine Führung durch den kleinen Ort Lützerath, sahen die teilweise denkmalgeschützten Gebäude, Wiesen, Felder, Gedenkstätten, die neu entstandenen Wandbilder und kunstvoll gebauten Baumhäuser. Auch die Geschichte des ersten Baumhauses von Lützeraths wurde erzählt:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Baumhaus wurde in eine alte Linde des Dorfes gebaut. Altersbestimmungen und Nachforschungen deuten darauf hin, dass es sich eine im Jahre 1648 gesetzte Linde handeln könnte, die von dort ansässigen Mönchen und Nonnen &#8211; wie damals durchaus landesweit üblich &#8211; als Dank für die Erreichung des Westfälischen Friedens gepflanzt wurden. Auch dieses historische Friedenszeichen ist heute mit von der Rodung bedroht, da die unter ihr liegende Kohle ironischerweise eine Energiekrise bewältigen soll, die wiederum durch einen Krieg ausgelöst wurde. Ebenso ist bekannt, dass das weitere Anheizen des Klimas weite Gebiete der Erde unbewohnbar machen wird und viele Kriege ausgelöst werden. Daher ist der Erhalt von Lützerath auch eine Frage der globalen Klimagerechtigkeit, weil schon heute die ärmsten Länder der Welt, die am wenigsten zu der Klimaerwärmung beigetragen haben, am meisten darunter leiden.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p class="wp-block-paragraph">Nach der Führung gab die Rockband &#8222;AnnenMayKantereit&#8220; ein kleines Konzert mit eigens neu komponierten Stücken zu Lützerath sowie der Landes- und Bundespolitik im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. Danach konnten sich die Münsteraner Gäste wie die anderen Tagesbesucher*innen noch mit einem warmen, frisch gekochten Essen stärken, bevor sie in den von den Besetzer*innen organisierten Shuttle-Bussen nach Erkelenz zurück an den Bahnhof gebracht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine nachdenkliche Gruppe, die den beeindruckenden Protest der Aktivisten vor Ort für eine klimagerechte Zukunft nur friedlich erlebt hatte, fuhr nach diesem Tag zurück nach Münster &#8211; wohl wissend, dass es die Zukunft von uns allen in der Klimakrise ist, um die es in Lützerath geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bund-nrw.de/fileadmin/nrw/dokumente/braunkohle/221128_EBC_Aurora_Kohleausstiegspfad_und_Emissionen_as_sent.pdf?utm_campaign=fossil-fuels&amp;utm_source=luetzidemo&amp;utm_medium=email&amp;utm_content=kohleausstiegspfad&amp;utm_term=ganzeverteiler" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wissenschaftliche Studien</a>, Fotostrecke, Videomaterial auf <a href="http://www.muenster-klima.info" target="_blank" rel="noreferrer noopener">muenster-klima.info.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement finden Sie <a href="https://muenster-klima.info/klimagruppen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hi</a><a href="https://muenster-klima.info/klimagruppen/">er</a></p>
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